Zum allerersten
Mal im Leben,
wenn nun das Jahr zu Ende geht
und dann im Kreise der Familie
das Fest des Friedens man begeht
Da wird der Mensch allein und einsam,
die Tage nicht wie früher sind.
Denn was sich keiner je erwünschte,
ist doch in dieser Zeit geschehen.
Warum hat man auf sie vergessen,
lässt man die Mutter so allein?
Sie kennt doch eines nur im Leben,
für ihre Kinder da zu sein.
Warum hat man auch sie vergessen,
sie hat es wirklich nicht verdient.
Denn ihre Träum' und ihre Lie be
war immer nur für euch
bestimmt.
Zum allerersten Mal im Leben,
da fühlt sie, wie es wirklich ist.
Sie war zwar immer da für andere,
warum man nun auf sie vergisst?
Kein Blick, kein Anruf, keine Grüße,
wie war das Warten hoffnungsvoll?
Sie sitzt allein in ihrem Zimmer,
erträgt das Schicksal ohne Groll.
Warum hat man auf sie vergessen,
lässt man die Mutter so allein?
Sie kennt doch eines nur im Leben,
für ihre Kinder da zu sein.
Warum hat man auch sie vergessen,
sie hat es wirklich nicht verdient,
denn ihre Treu und ihre Liebe
war immer nur für euch
bestimmt.
Ein paar Tage später,
es ist der 31. Dezember,
da klopft es an die Tür
und draussen stehen ihre Kinder.
Sie weint vor Freude,
denn sie kann ihr Glück
noch nicht fassen.
Nein, sie hat nicht mehr
daran geglaubt,
dass man sie besuchen wird.
Darum vergesst sie eure Mutter,
denn sie hat es nicht verdient.
All ihre Treu und ihre Lie be
war immer nur für euch bestimm
t.
SWR 2021